Woher kommt eigentlich der Adventskalender?

BigB macht es derzeit jeden Tag vor und „öffnet“ jeden Tag ein Türchen seines persönlichen Adventskalenders, indem er seinen Fans Einblicke in sein Leben gibt. Und fast jeder hat im Advent auch einen Adventskalender zu Hause, egal ob Kind oder Kind geblieben. Wer weiß aber eigentlich, woher dieser Brauch stammt?
Die Ursprünge finden sich im 19. Jahrhundert und stammen vorwiegend aus dem protestantischen Umfeld. Religiöse Familien haben in jener Zeit 24 Bilder mit religiösen Motiven nach und nach an die Wand gehängt. Eine einfache und vor allem preiswerte Alternative aus dieser Zeit waren Kreidestriche, die an Wänden oder Türen angezeichnet wurden. Es waren 24 Striche, von denen die Kinder täglich einen wegwischen durften. Wieder andere Methoden waren die Weihnachtsuhr oder die Adventskerze. Letztere hatte 24 Markierungen, täglich durfte sie brennen, bis die nächste Markierung erreicht war.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Adventskalender erstmals zu einer kleinen Massenware. Es gab ihn gedruckt mit verschiedenen Bildern oder Zeichnungen hinter jedem „Türchen“. Eine Variante entstand 1908 und enthielt ansprechende Zeichnungen, die dann auf eine Pappe geklebt wurden. Bekannt wurde dieser Kalender als Weihnachtskalender.
Der Adventskalender, wie wir ihn heute kennen, hatte seine Geburtsstunde im Jahr 1920. Bei ihm gab es erstmals die richtigen Türchen, hinter denen sich nicht nur Bilder verbargen, sondern auch Kleinigkeiten wie Gebäckstücke. Zur gleichen Zeit erschien eine sehr religiöse Variante, hinter deren Türchen sich keine Motive, sondern Bibelverse verbargen.
Eine düstere Zeit für den Adventskalender bildete die Zeit des Nationalsozialismus. Erst wurden die Herstellung und der Druck von Bildkalendern verboten, später, nach Ausbruch des Krieges, fehlte auch das Papier zur Herstellung.
Nach dem Krieg entwickelten sich dann langsam aber bestimmend die zahlreichen Kalendertypen, die wir heute kennen. Künstlerisch anspruchsvoll oder ganz einfach, witzig oder ernst, mit oder ohne Füllung. Am besten kommen heute wie früher aber jene Kalender an, die selbst gebastelt wurden.

Woher kommt eigentlich der Adventskalender
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