Adventskranz: eine junge Tradition zu Weihnachten

Es gehört für uns so viel zu Weihnachten und darunter ist auch der Adventskranz. Im Vergleich zu vielen anderen Bräuchen und Traditionen zu Weihnachten ist der Adventskranz eine recht junge Erscheinung. 1839 machte der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern gewissermaßen den Anfang. Er leitete damals ein Kinderheim im Armenviertel St. Georg in Hamburg und beschäftigte sich mit der Weihnachtsdekoration. Er schmückte dazu einen Kronleuchter mit reichlich Tannengrün und 24 Kerzen. Für jeden Tag im Dezember bis zum Heiligen Abend eine Kerze, die den Kindern die verbleibende Zeit anzeigen sollte.

Fast 100 Jahre später, nämlich 1925, wurde der Adventskranz, wie wir ihn heute kennen, erstmals in einer katholischen Kirche in Köln aufgehängt. Der Kranz mit den jetzt nur noch vier Kerzen (die für die vier Adventssonntage stehen) wurde ab 1930 auch in München aufgehängt. Ab dieser Zeit trat der Adventskranz seinen internationalen Siegeszug an und seit etwa 1935 wurde er dann auch zum häuslichen Brauch.

Das Grün im Heim zu Weihnachten ist hingegen schon viel länger Tradition. Schon im 15. Jahrhundert nahm man Zweige von Wacholder, Mistel oder Tanne ins Haus, um ein Symbol von Lebenskraft zu haben. Haus und Hof sollten auf diese Weise vor Schaden geschützt sein.
Seit dem 14. Jahrhundert haben Kerzen ihre besondere Bewandtnis zur Advents- und Weihnachtszeit. Sie galten als Hoffnungsträger für eine neue und hellere Zeit. In jenen Tagen hat man vor allem rote Kerzen als Sinnbild für das Blut Jesu Christi verwendet.

Über die Entstehung des Adventskranzes und seine geschichtliche Bedeutung
Adventskranz: eine junge Tradition zu Weihnachten

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